Schüleraustausch Joensuu
Geschrieben von Judith Kratzel  am  Montag, 10. Oktober 2005
Um den Austausch der Schulen in Hof mit der finnischen Partnerstadt Joensuu wieder ins Rollen zu bringen, veranstaltete der Stadtjugendring Hof im Herbst diesen Jahres einen Schüleraustausch, zu dem je zwei Schüler von 5 Hofer Schulen eingeladen wurden.

Großartige Tage in Joensuu vom 29.9.-7.10.05

Um den Austausch der Schulen in Hof mit der finnischen Partnerstadt Joensuu wieder ins Rollen zu bringen, veranstaltete der Stadtjugendring Hof im Herbst diesen Jahres einen Schüleraustausch, zu dem je zwei Schüler von 5 Hofer Schulen eingeladen wurden. Die Teilnehmer unserer Schule waren Jens Porst und Judith Kratzel (beide 11a).

... und so kamen wir in den unverhofften Genuss einer Woche schulfrei im Auftrag der deutsch-finnischen Freundschaft. Die Reise begann am Freitag Abend in Hof, wo wir mit dem Zug über Würzburg und Flensburg bis nach Kopenhagen fuhren. Dort blieb Zeit für einen kleinen Stadtbummel, bevor es weiter nach Stockholm ging. Hier bestiegen wir die Fähre, die uns nach Turku in Finnland bringen sollte. Der letzte Teil der insgesamt 48-stündigen Reise, während der sich die 10 Schüler und 4 Begleiter aneinander gewöhnen konnten, ging dementsprechend schnell vorbei und am Sonntag Abend erreichten wir den kleinen Bahnhof in Joensuu.
Nun folgte das Kennenlernen der Gastschüler und ihrer Familien, die uns alle sehr herzlich aufnahmen und einige gleich mit den Essgewohnheiten in Finnland vertraut machten (Rentierfleisch, auf einem Stein gebraten...).
Im Verlauf der Woche besichtigten wir verschiedene Schulen, um uns umfassend über das finnische Bildungssystem zu informieren (man denke an das Debakel des PISA-Testes in Deutschland) und durften auch einige Unterrichtsstunden miterleben. An der humanistischen Fachhochschule unterhielten uns die Studenten mit einigen amüsanten Gesellschaftsspielen,
nachdem sie sich mit einem Theaterstück vorgestellt hatten. Dazu besuchten wir noch die finnische Nationallandschaft "Koli" mit ihren Tausenden von Inseln (siehe Bild), hatten ein Gespräch mit den Vertretern des Jugendparlaments, das hier im Gegensatz zu Hof gut angenommen wurde und dementsprechend in der Politik mitwirken kann.

Selbstverständlich wurden wir auch im Rathaus hochoffiziell empfangen, lernten mehrere Jugendzentren kennen, schauten uns die Stadtbibliothek ("Bücherei" ist wirklich kein passender Ausdruck) an, und, und, und...
Abschließend kann ich nur sagen, dass die Reise ein großartiges Erlebnis war, da wir uns untereinander und mit unseren Gastgebern sehr gut verstanden haben und unheimlich viel über das fremde Land gelernt haben.
Ich kann nur jedem empfehlen, solch einen Austausch mitzumachen und hoffe, dass auch an unserer Schule bald wieder so eine Reise angeboten wird. Ach ja, und noch etwas: Wer sich jemals vorgenommen hat, finnisch zu lernen: Vergiss es ganz schnell wieder! Mit 15 Fällen und einer Grammatik, die immer an ein einziges Wort angehängt wird, gehört finnisch zu den schwierigsten Sprachen der Welt!

Judith Kratzel