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Geschrieben von Stefan Kriesmer
am Dienstag, 11. Januar 2011
Am 20. Dezember 2010 erfuhren Schülerinnen und Schüler
der 7. Klassen Geschichte zum Anfassen. Bücher sind ja eigentlich zum Lesen da.
Denkste - die müssen erst mal gemacht werden! Das Mittelalter gilt uns heute
als furchtbar ungebildete Zeit. Ein Grund dafür waren die hohen Kosten für
Bücher. Die Buchbindewerkstatt ging den Ursachen dafür auf den Grund.
Die
Kalligraphin und Buchbinderin Elke Tauscher führte zunächst in die Geschichte
der Buchbinderei ein und zeigte Beispiele der eigenen Arbeit. Dann wurde es
praktisch.
Die Aufarbeitung wirft Fragen auf. So viel Mühe für ein sehr
schönes, aber eher kleines Büchlein? Und dann ist es immer noch leer und die
Seiten noch ohne jede Verzierung? Eine Ahnung von der Leistung der Buchbinder,
Kalligraphen und Illuminatoren keimt
auf, die gewaltige und prächtige Codices wie das den Schülern bekannte
Falkenbuch Friedrichs II. schufen. „Wenn man sich überlegt, was da eine Arbeit
drinne steckte, ... Der Wert des Falkenbuchs muss enorm gewesen sein,"
kommentiert ein Schüler in der sich anschließenden Stunde. Aber auch
naheliegende Schlüsse wurden gezogen. So kurz vor Weihnachten war einigen
Schülern gleich klar, was sie mit dem Buch anfangen wollen. So manche davon mögen
es bis auf dem Gabentisch geschafft haben.
Ein ausdrückliches Lob an alle beteiligten Schülerinnen und
Schüler für ihr engagiertes Mitwerken, weit über die reguläre Unterrichtszeit
hinaus. Dank geht auch ins Münchner Umland, von dem Frau Tauscher trotz Eis und
Schnee zu uns kam. Besonderer Dank geht außerdem an Herrn Palitza und den
Förderverein der Schule, sowie Herrn Ultsch, ohne deren Unterstützung die
Werkstatt nicht hätte finanziert werden können.
Bild 1: Kreativität und Präzision waren gefragt. Dominik
Leonhardt (7c) setzt zum Schnitt an.
Bild 2: Schneiden, kleben, falzen, stechen, nähen - in
vielen kleinen Arbeitsschritten entstand das Büchlein. Rebecca Meisenzahl und
Fanny Bartsch 7d
Bild 3: Michelle Skrzydlo und Anne Niederländer 7c und Peter
Blechschmidt 7b bei der Arbeit.
Bild 4: Die Flinken zeigten es noch einmal Schritt für Schritt.
Carla Hermann, Sabrina Groh, Chris-Samuel Wandersleb und Fabian Künzel (alle
7a) helfen sich gegenseitig.
Bild 5: David Adam (7a) zeigt stolz das Produkt von einer Stunden
Arbeit.