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Voller Vorfreude traten 63 SchülerInnen der K12 am frühen Morgen (5
Uhr) des 18. Juli die Studienfahrt nach Irland an. 36 Stunden Anreise
zur Grünen Insel lagen dabei zunächst vor den Kollegiaten und ihren
vier Begleitlehrern (Frau Dr. Ortner-Buchberger, Frau Falta, Herr
Reinhardt und Herr Vögerl), doch gestaltete sich bereits diese Dank der
Überfahrt mit der Nachtfähre von Zeebrügge nach Hull und dem Übersetzen
über die Irische See mit einer weiteren Fähre abwechslungsreich.
12 Bilder der Fahrt in der Galerie
Erste Station war Irlands aufstrebende Hauptstadt Dublin,
deren positiver Atmosphäre man sich kaum entziehen kann und in der
Irlands Entwicklung "vom Armenhaus Europas zum Keltischen Tiger"
überall spürbar ist. Neben einer ausführlichen Stadtrundfahrt durfte
natürlich auch ein Besuch des traditionsreichen Unterhaltungsviertels
Temple Bar nicht fehlen.
Tags darauf wurde die Metropole zunächst verlassen und die
Gruppe machte sich gen Süden auf, um in Midleton bei Cork das Jameson
Heritage Centre zu besichtigen. Anschaulich wurde dort die Produktion
des berühmten Jameson-Whiskeys erklärt, in dessen Genuss die Schüler
dann in Form einer Kostprobe schließlich auch kamen.
Vom zweiten Quartier in der ebenfalls äußerst lebendigen
Stadt Killarney aus ging es dann zum von den meisten als Höhepunkt der
Reise empfundenen Ausflug auf die Dingle Halbinsel. Bei herrlichstem
Sommerwetter wurde die anberaumte Wanderung am Mount Eagle abgekürzt,
um am Strand der Coumeenoole Bay, wo auch der Film Ryan's Daughter
gedreht worden war, ein Bad im Atlantischen Ozean zu nehmen. Daneben
wurden aber auch sehenswerte Elemente Irlands frühchristlicher Kultur
wie die in Form von Bienenkörben errichteten Beehive Huts und das etwa
1000 Jahre alte Gallarus Oratory - ein ohne Mörtel nur aus Stein
gefertigtes Gebetshaus - besichtigt.
Am folgenden Tag wurde der Shannon - Irlands
größter Fluss - wieder per Fähre überquert und anschließend ein
Spaziergang an den beeindruckenden, bis zu 230 Meter tiefen
Steilklippen von Moher unternommen. Noch rauer wurde die Landschaft
dann im Burrengebiet, ein bleiches, hellgraues Karstland, wie man es
als Kulisse von Wildwestfilmen kennt, in Irland aber nicht unbedingt
erwartet. Dort legte die Gruppe noch einen Zwischenstopp am Poulnabrone
Dolmen ein, um sich eines der zahlreichen mysteriösen Hochgräber der
Grafschaft Clare anzusehen und erreichte schließlich ihre dritte
Unterkunft in Galway. Die lebendige Musikszene der größten Stadt im
irischen Westen konnte dort nicht zuletzt aufgrund eines gerade
stattfindenden Festivals in allen Straßen und Gassen aufgesaugt werden.
Schließlich ging es wieder zurück nach Dublin, jedoch
nicht, ohne vorher noch den Ruinen der Klosterstadt Clonmacnoise mit
ihren vielen Hochkreuzen einen Besuch abzustatten.
Die allgemein gute Stimmung während der gesamten Woche
gipfelte in einer inszenierten Schüler-Lehrer-Hochzeit auf der
Rückreise mit der Pride of Hull - einem der größten Fährschiffe der
Welt - und so trug die gesunde Mischung aus Kulturprogramm, irischer
Landschaft und ausreichend Zeit zur freien Verfügung nicht nur dazu
bei, ein neues Land kennen zu lernen, sondern schon ein knappes Jahr
vor den Abiturprüfungen der Schulzeit unserer Kollegiaten einen
angemessenen Abschluss zu bescheren.
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