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Studienfahrt Irland 2006 Drucken
Geschrieben von Frank Reinhard  am  Donnerstag, 27. Juli 2006



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Voller Vorfreude traten 63 SchülerInnen der K12 am frühen Morgen (5 Uhr) des 18. Juli die Studienfahrt nach Irland an. 36 Stunden Anreise zur Grünen Insel lagen dabei zunächst vor den Kollegiaten und ihren vier Begleitlehrern (Frau Dr. Ortner-Buchberger, Frau Falta, Herr Reinhardt und Herr Vögerl), doch gestaltete sich bereits diese Dank der Überfahrt mit der Nachtfähre von Zeebrügge nach Hull und dem Übersetzen über die Irische See mit einer weiteren Fähre abwechslungsreich.

12 Bilder der Fahrt in der Galerie

Erste Station war Irlands aufstrebende Hauptstadt Dublin, deren positiver Atmosphäre man sich kaum entziehen kann und in der Irlands Entwicklung "vom Armenhaus Europas zum Keltischen Tiger" überall spürbar ist. Neben einer ausführlichen Stadtrundfahrt durfte natürlich auch ein Besuch des traditionsreichen Unterhaltungsviertels Temple Bar nicht fehlen.
Tags darauf wurde die Metropole zunächst verlassen und die Gruppe machte sich gen Süden auf, um in Midleton bei Cork das Jameson Heritage Centre zu besichtigen. Anschaulich wurde dort die Produktion des berühmten Jameson-Whiskeys erklärt, in dessen Genuss die Schüler dann in Form einer Kostprobe schließlich auch kamen.
Vom zweiten Quartier in der ebenfalls äußerst lebendigen Stadt Killarney aus ging es dann zum von den meisten als Höhepunkt der Reise empfundenen Ausflug auf die Dingle Halbinsel. Bei herrlichstem Sommerwetter wurde die anberaumte Wanderung am Mount Eagle abgekürzt, um am Strand der Coumeenoole Bay, wo auch der Film Ryan's Daughter gedreht worden war, ein Bad im Atlantischen Ozean zu nehmen. Daneben wurden aber auch sehenswerte Elemente Irlands frühchristlicher Kultur wie die in Form von Bienenkörben errichteten Beehive Huts und das etwa 1000 Jahre alte Gallarus Oratory - ein ohne Mörtel nur aus Stein gefertigtes Gebetshaus - besichtigt.
Am folgenden Tag wurde der Shannon - Irlands größter Fluss - wieder per Fähre überquert und anschließend ein Spaziergang an den beeindruckenden, bis zu 230 Meter tiefen Steilklippen von Moher unternommen. Noch rauer wurde die Landschaft dann im Burrengebiet, ein bleiches, hellgraues Karstland, wie man es als Kulisse von Wildwestfilmen kennt, in Irland aber nicht unbedingt erwartet. Dort legte die Gruppe noch einen Zwischenstopp am Poulnabrone Dolmen ein, um sich eines der zahlreichen mysteriösen Hochgräber der Grafschaft Clare anzusehen und erreichte schließlich ihre dritte Unterkunft in Galway. Die lebendige Musikszene der größten Stadt im irischen Westen konnte dort nicht zuletzt aufgrund eines gerade stattfindenden Festivals in allen Straßen und Gassen aufgesaugt werden.
Schließlich ging es wieder zurück nach Dublin, jedoch nicht, ohne vorher noch den Ruinen der Klosterstadt Clonmacnoise mit ihren vielen Hochkreuzen einen Besuch abzustatten.
Die allgemein gute Stimmung während der gesamten Woche gipfelte in einer inszenierten Schüler-Lehrer-Hochzeit auf der Rückreise mit der Pride of Hull - einem der größten Fährschiffe der Welt - und so trug die gesunde Mischung aus Kulturprogramm, irischer Landschaft und ausreichend Zeit zur freien Verfügung nicht nur dazu bei, ein neues Land kennen zu lernen, sondern schon ein knappes Jahr vor den Abiturprüfungen der Schulzeit unserer Kollegiaten einen angemessenen Abschluss zu bescheren.

 
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