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Wenn sich Mitglieder der Schulfamilie über Verbesserungsmöglichkeiten an unserer Schule Gedanken machen, merkt ein aufmerksamer Zuhörer, dass viele der geäußerten Vorschläge mit der Floskel „Man müsste mal…“ beginnen. Dieses vage „man“ bezeichnet dabei häufig eine nicht genau definierte höhere Instanz („die Schule“, „die Stadt“, „Bayern“), die kommentarlos jegliche Missstände beseitigt.
So begann auch beim ersten Klassensprecherseminar
dieses Schuljahres so mancher Schülervorschlag mit der Floskel „Man
müsste mal…“, doch schnell erkannten die Seminarteilnehmer, dass
Probleme, die die Gemeinschaft betreffen, auch nur durch die Mithilfe
jedes Einzelnen zu lösen sind.
Nachdem den
Klassensprechern zunächst die Aufgaben und die Funktion ihrer Rolle
erläutert wurden, erarbeiteten sie also gemeinsam mit den
Verbindungslehrern Frau Gass und Herrn Reinhardt neue und prägnante
Inhalte /Überschriften unseres Schulkodex'. Schon hier wurde schnell
klar, dass die Schüler sich ihrer individuellen Verantwortung gegenüber
der Schulgemeinschaft bewusst werden müssen.
Dieser
Gemeinschaftssinn war anschließend umso mehr gefragt, als es darum
ging, wie das aktuelle Problem der von einigen Schülern im Laufe des
Vormittags immer wieder verunreinigten Aula in den Griff zu bekommen
ist. Insbesondere der Vorschlag, einen Ordnungsdienst einzurichten, der
im Klassenwechsel am Ende der Pausen den Unrat beseitigt, wurde hier
heiß diskutiert. Darüber hinaus zeigte sich, dass den Klassensprechern
auch eine Überarbeitung des Konzepts für unser Herbstfest am Herzen
liegt. Vor den beiden anwesenden Mitgliedern des Elternbeirates, Frau
Bardenheier und Frau Schug, sammelten die Schüler wichtige Aspekte, die
beim Herbstfest 2011 beachtet werden sollten.
Da
die Klassensprecher insbesondere als Vertreter ihrer Klasse fungieren,
ist es für sie von großem Nutzen, sich ihrer Sozialkompetenz bewusst zu
werden. Um diese Fähigkeit des souveränen Umgangs mit Problemsituationen
zu trainieren, bot unsere Schulpsychologin Frau Heckl zwei Workshops
an, in denen die Schüler z.B. spielerisch lernen konnten, wie man eine
Konfliktsituation richtig bewertet und sie löst, ohne dabei sein Gesicht
zu verlieren.
So verbrachten die Teilnehmer des
Seminars einen produktiven Vormittag im Pfarrsaal der
St.-Pius-Gemeinde, an dessen Ende auch die Erkenntnis stand, dass jeder
selbst dazu in der Lage ist, sich für eine angenehme Schulatmosphäre
einzusetzen, ohne nur darauf zu warten, dass „man“ es richten möge.
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