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W-Seminar Geschichte im Stadtarchiv |
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Geschrieben von Reinhard Höllerich
am Donnerstag, 27. Mai 2010
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Am 17. Mai durften die
Kollegiaten des W-Seminars „Geschichte des Nahraums an Alltagsquellen"
einen
Einblick in die dem Besucher sonst verschlossenen Magazinräume des Hofer
Stadtarchivs nehmen. Herr Dr. Arndt Kluge, der Leiter des Archivs, war
so
freundlich, den Kollegiaten einen umfassenden Überblick über die
Aufgaben eines
Archivs und die Tätigkeiten des Archivars zu liefern.
Als Auftakt zwischen
den stählernen Rollschränken des Magazins durften die Kollegiaten die
ersten
Seiten der ältesten Hofer Chronik von Enoch Widmann aus dem 16.
Jahrhundert im
Original lesen und dabei erfahren, welchen Stellenwert eine solche
Handschrift
auch schon durch ihre äußere Gestaltung für die Hofer Stadtgeschichte
hat. Einige
weitere Archivalien der älteren Geschichte verdeutlichten den
Unterschied
zwischen Papier und Pergament, zeigten Siegel und für das ausgehende
Mittelalter und die frühe Neuzeit typische Handschriften und
Rechtsdokumente
wie z. B. das eines „Seelgeräts".
Neben solchen
Kunstschätzen wie der Widmann-Chronik wurde aber auch die Bedeutung
modernerer
und altäglicher Quellen vorgeführt wie etwa am Beispiel von Akten,
Mikroverfilmungen, Photoplatten bis hin zu modernen Tonträgern. Ganz
selbstverständlich ergaben sich nebenbei Erkenntnisse über die
Sicherheitsanforderungen, Datenschutz, rechtliche Fragen und die
Möglichkeiten,
das Archiv zu nutzen. Besonderes Interesse zeigten die Schüler am
Berufsbild
des Archivars, seiner Bezahlung, seinem Tätigkeitbereich und seinem
beruflichen
Werdegang.
Herrn Dr. Kluge gilt unser besonderer Dank für den
informativen, aber auch humorvoll und unterhaltsam gestalteten Rundgang
von gut
eineinhalb Stunden, der zu einem herausragenden Erlebnis innerhalb
dieses
W-Seminars mit wissenschaftspropädeutischen Fragestellungen zur
Geschichte
unseres Nahraumes wurde.
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