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Am 6. März fand zum siebten Mal die Kulturnacht Hof statt: auch unsere Schule war beteiligt und gab eine überzeugende Visitenkarte ab. Ob Theatergruppe, Perkussionsensemble oder Red Big Band – die Performance stimmte und zog viele Besucher in ihren Bann.
Leider zeitgleich präsentierten Big Band, Percussion-Ensemble und die Kurse Dramatisches Gestalten 11 und 12 Ausschnitte aus ihrem aktuellen Repertoire im Foyer und auf der Probebühne 1. Für diejenigen, die die Qual der Wahl hatten, hier noch einige Eindrücke:
Der Kurs der Q11 probt an einer modernen Fassung der Räuber: Sie enthält wie Schillers Urfassung Konflikte, Intrigen, Liebe bzw. Eifersucht sowie Raub und Mord. Nach einem wilden Leben in der Großstadt ist die Anführerin der Bande mit weiteren Frauen, darunter auch eine Terroristin, in einer alten Fabrikhalle gestrandet. In der außergewöhnlichen WG lebt auch eine Schauspielschülerin, die immer Schillers Drama zur Hand hat, um mit Zitaten aus dem Originaltext das Geschehen zu kommentieren. Die SchülerInnen der 9. und 12. Jahrgangsstufe proben gerade an einer modernen Komödie mit viel Wortwitz: Eine Geburtstagsparty wird zum postmodernen Kommunikationsdesaster und scheinbar banale Äußerungen Anlass dafür, ´mal so richtig Frust abzulassen: Marco (singt) – Jule: Britney Spears? Jetzt reicht´s! - Marco: Wieso, du hast doch auch ´ne CD von Enrique Iglesias! - Jule: Das ist ja wohl was ganz anderes! Britney Spears ist doch nur ´ne Abziehfolie für deine versauten Schweineprojektionen, die Musik ist dir doch scheißegal!- Stefan dagegen ordnet ihre Musik „irgendwo zwischen Banalität und Nihilismus“ ein. Danach streifen die Partygespräche einen rachsüchtigen Geist und einen fetten Chinesen. Schließlich: Schweigen und die Einsicht, „dass wir uns eigentlich nichts zu sagen haben.“
Wer wissen möchte, welche Auswirkungen harmlose Käsehäppchen haben und wie eine Polonaise als Katalysator wirkt, sollte sich die Premiere von „Der Letzte macht das Licht aus“ am 7. Mai, 20.00 Uhr, nicht entgehen lassen.
Im Foyer sorgten derweilen Bigband und Percussionsensemble für Aufsehen: