Seit dem 13. März ist die neue Schulhomepage online.
Die Inhalte hier werden nicht mehr gepflegt und bleiben nur noch zu Archivzwecken verfügbar. Löschen Sie gegebenenfalls ihr altes Lesezeichen, springen Sie zur Neuauflage und setzen darauf ein neues.
Geschrieben von Anje Giebermann
am Sonntag, 24. Januar 2010
Als Herr Neuerer uns einige Wochen vor den
Besinnungstagen erzählte, dass wir in der Zeit vom 26. bis 28. Oktober ins
Christian-Keyßer-Haus bei Schwarzenbach am Wald fahren würden, konnte ich mir
darunter nichts vorstellen. Ob es so etwas wie ein Schullandheim war?
Ich war gespannt, wie es
dort wohl sein würde und was uns dort erwartete.
Das Motto der
Besinnungstage jedenfalls war „Freundschaft und gegenseitiges Kennenlernen".
Erwartungsvoll kamen
wir, die Klassen 5a und 5b, am Abfahrtstag, einem Montag, um 8.00 Uhr am
Schulzentrum zusammen. Nicht nur die Kinder aus dem evangelischen
Religionsunterricht, sondern auch die katholischen und die Schülerinnen und
Schüler aus dem Ethikunterricht waren dabei, das fand ich gut. Es waren ca. 60
Schüler dabei, mit im Bus waren Frau Müller-Wilfing und Herr Neuerer. Die
Stimmung im Bus war gut und es wurde viel gelacht. Mit einem kleineren Bus kamen Frau Schaller und Herr Cornelius Kelber
vom Evangelischen Jugendwerk nach uns am Ziel an. Später kamen noch Herr
Fischer und Herr Wagner dazu.
Wir bekamen einen netten Empfang
durch den Hausmeister, der die Hausregeln erklärte, danach zeigte uns Herr
Neuerer den Tagungsraum. Dort wurden mit einem
Atom-Spiel Gruppen zusammengestellt, und in einer Rallye lernten wir das Haus
kennen. Es gab verschiedene Gruppenräume die wir regelmäßig saubermachen
mussten; aus einem Arbeitsplan konnten wir entnehmen,
welches Zimmer mit Tischdienst oder Aufräumdienst an der Reihe war.
Am Montag sahen wir den
Film „Pünktchen und Anton". Die mit Spannung erwartete Nachtwanderung, die am
Montag wegen Regens nicht stattfinden konnte, wurde auf Dienstag verschoben.
Am Dienstag bastelten wir Briefkästen, die wir mit
unserem Namen darauf an die Wand hingen. Das gab uns die Möglichkeit, einander
Briefchen zu schreiben, die wir in die entsprechenden Briefkästen warfen.
Und dann kam endlich die Nachtwanderung:
Im Licht von Fackeln, ansonsten war es ganz dunkel,
stiegen wir bei Nieselregen den Hügel hinauf, an dem das Christian-Keyßer-Haus
liegt. Oben angelangt, stellten wir uns im Kreis auf, Taschenlampen leuchteten
auf, und wir lauschten einer Geschichte,
die Herr Neuerer vorlas. Sie handelte von Heinrich, einem kleinem Prinzen, der
niemals lachte oder weinte. Aber die Geschichte hatte doch ein gutes Ende, weil
König Heinrich einen Freund fand, und da konnte er auf einmal lachen und weinen
und seine Gefühle mit jemandem teilen. Erst spät kamen wir an diesem Tage in
unsere Betten.
Der dritte Tag war schon unser Abreisetag, an
dem wir nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Sachen zusammenzupacken, die
Betten zu machen und die Zimmer aufzuräumen hatten.
Müde und noch ganz
erfüllt von unseren Erlebnissen kehrten wir heim zum Rosenbühl, wo uns unsere
Eltern schon erwarteten.
In den Tagen in der Jugendherberge konnten wir uns
untereinander und auch die Lehrer einmal von einer ganz anderen Seite kennen
lernen, alles war weniger streng, und man konnte das Gefühl haben, dass die
Schule weit weg war.