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Einkehrtage der Jahrgangsstufe 5 Drucken
Geschrieben von Anje Giebermann  am  Sonntag, 24. Januar 2010

thuAls Herr Neuerer uns einige Wochen vor den Besinnungstagen erzählte, dass wir in der Zeit vom 26. bis 28. Oktober ins Christian-Keyßer-Haus bei Schwarzenbach am Wald fahren würden, konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Ob es so etwas wie ein Schullandheim war?

Ich war gespannt, wie es dort wohl sein würde und was uns dort erwartete.

Das Motto der Besinnungstage jedenfalls war „Freundschaft und gegenseitiges Kennenlernen".

Erwartungsvoll kamen wir, die Klassen 5a und 5b, am Abfahrtstag, einem Montag, um 8.00 Uhr am Schulzentrum zusammen. Nicht nur die Kinder aus dem evangelischen Religionsunterricht, sondern auch die katholischen und die Schülerinnen und Schüler aus dem Ethikunterricht waren dabei, das fand ich gut. Es waren ca. 60 Schüler dabei, mit im Bus waren Frau Müller-Wilfing und Herr Neuerer. Die Stimmung im Bus war gut und es wurde viel gelacht. Mit einem kleineren  Bus kamen Frau Schaller und Herr Cornelius Kelber vom Evangelischen Jugendwerk nach uns am Ziel an. Später kamen noch Herr Fischer und Herr Wagner dazu.

Wir bekamen einen netten Empfang durch den Hausmeister, der die Hausregeln erklärte, danach zeigte uns Herr Neuerer den Tagungsraum. Dort wurden mit einem Atom-Spiel Gruppen zusammengestellt, und in einer Rallye lernten wir das Haus kennen. Es gab verschiedene Gruppenräume die wir regelmäßig saubermachen mussten; aus einem Arbeitsplan konnten wir entnehmen, welches Zimmer mit Tischdienst oder Aufräumdienst an der Reihe war.

Am Montag sahen wir den Film „Pünktchen und Anton". Die mit Spannung erwartete Nachtwanderung, die am Montag wegen Regens nicht stattfinden konnte, wurde auf Dienstag verschoben.

Am Dienstag bastelten wir Briefkästen, die wir mit unserem Namen darauf an die Wand hingen. Das gab uns die Möglichkeit, einander Briefchen zu schreiben, die wir in die entsprechenden Briefkästen warfen.

Und dann kam endlich die Nachtwanderung:

Im Licht von Fackeln, ansonsten war es ganz dunkel, stiegen wir bei Nieselregen den Hügel hinauf, an dem das Christian-Keyßer-Haus liegt. Oben angelangt, stellten wir uns im Kreis auf, Taschenlampen leuchteten auf, und wir  lauschten einer Geschichte, die Herr Neuerer vorlas. Sie handelte von Heinrich, einem kleinem Prinzen, der niemals lachte oder weinte. Aber die Geschichte hatte doch ein gutes Ende, weil König Heinrich einen Freund fand, und da konnte er auf einmal lachen und weinen und seine Gefühle mit jemandem teilen. Erst spät kamen wir an diesem Tage in unsere Betten.

Der dritte Tag war schon unser Abreisetag, an dem wir nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Sachen zusammenzupacken, die Betten zu machen und die Zimmer aufzuräumen hatten.

Müde und noch ganz erfüllt von unseren Erlebnissen kehrten wir heim zum Rosenbühl, wo uns unsere Eltern schon erwarteten.

In den Tagen in der Jugendherberge konnten wir uns untereinander und auch die Lehrer einmal von einer ganz anderen Seite kennen lernen, alles war weniger streng, und man konnte das Gefühl haben, dass die Schule weit weg war.


 
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