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Gastjahr in der Slowakei Drucken
Geschrieben von Daniela Knörnschild  am  Donnerstag, 29. Juni 2006

Die Slowakei ... den meisten von euch haut`s jetzt wahrscheinlich erst mal die Fragezeichen raus - keine Angst, ihr seid nicht allein! Auch George W. Bush hat Slowakei und Slowenien schon verwechselt ... und auch dass die Tatra das kleinste Hochgebirge Europas ist, wissen die wenigsten. Ich auch nicht. Bis vor einem Jahr. Da habe ich dank AFS (American Field Service) und dem bayrischen Kultusministerium ein Stipendium für das selbsternannte Herz Europas bekommen. Wenn`s euch interessiert: Hier ein kleiner Einblick in mein Schuljahr im Ausland ...

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Mein erster Eindruck von der Slowakei: schönes Wetter.

Ok, aber ich denke, ich sollte euch erst mal ein paar grundlegende Fakten über dieses Land vermitteln. Aaaaaalso: die Slowakei (auf slowakisch, der Landessprache - und nicht tschechisch, das sind zwei verschiedene Sprachen!!!- Slovensko) hat etwa 5300000 Einwohner, ist ca 49000 Quadratkilometer groß und wurde offiziell am 1. Juli 1993 nach der Teilung der Tschechoslowakei gegründet. Die Hauptstadt ist Bratislava, auf deutsch Pressburg. Gezahlt wird in dem jungen EU-Staat mit slowakischen Kronen.

Ok, genug Theorie. Die Slowakei ist einfach super. Die Natur ist wunderschön und abwechslungsreich- es gibt hier schließlich Hoch- und Mittelgebirge, Flachland, Burgen, Wälder, Seen, Weinberge und und und – und alles auf engstem Raum. Die Tatra ist ein beliebtes Ski- und Wandergebiet, es gibt viele schöne Städte mit langer Geschichte und Nachtleben und mein erster Eindruck - schönes Wetter - hat mich nicht getäuscht. Ok, ich bin in Hof geboren, also nicht besonders anspruchsvoll, aber... ;-)

knoern3knoern4Was aber natürlich am meisten zu einem Land gehört sind die Leute, die darin wohnen. Und die Slowaken sind ... toll. Gastfreundlich, unkompliziert und immer auf der Suche nach einem Grund zum Feiern. ;-) Fremdsprachen sind entweder Englisch oder Deutsch, oder am Gymnasium auch beide. Das war für mich am Anfang natürlich eine grosse Hilfe - ich konnte schliesslich kein Wort slowakisch ... Doch nach etwa zwei Wochen hat meine Gastschwester beschlossen, nur noch slowakisch mit mir zu reden. Am Anfang natürlich hart, aber so habe ich durch meine Gastfamilie am meisten und auch ziemlich schnell gelernt. Das Schuljahr war für mich persönlich ein sehr angenehmes, weil nichts lernen musste, bis auf gelegentlich eine Hausaufgabe in Englisch oder Deutsch, die nicht immer meine war... ;-) Die meiste Zeit habe ich zusammen mit den zwei anderen Austauschschülerinnen, die an der gleichen Schule waren wie ich im Informatikunterricht verbracht. Das Schulsystem ist sehr ähnlich, ich bin auch hier auf ein Gymnasium gegangen, in die zweite Klasse (entspricht der deutschen elften Jahrgangstufe). Überhaupt sind Deutschland und Slowakei gar nicht so unterschiedlich - auch was Lebensstandart usw. anbelangt. Freunde habe ich sowohl in der Schule als auch in meinem Dorf schnell gefunden, wie man auf den Fotos sieht ...

knoern5knoern6Abschließend kann ich einfach nur jedem empfehlen, ein Jahr im Ausland zu machen, es bringt wirklich viel - neue Erfahrungen, Sprachkenntnisse, Spass und vor allem Freunde in der ganzen Welt. Und die Erkenntniss, dass man in im „gefährlichen Osteuropa“ weder umgebracht noch verkauft wird ;-)

 
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