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Die Slowakei ... den meisten von euch haut`s jetzt
wahrscheinlich erst mal die Fragezeichen raus - keine Angst, ihr seid nicht
allein! Auch George W. Bush hat Slowakei und Slowenien schon verwechselt ...
und auch dass die Tatra das kleinste Hochgebirge Europas ist, wissen die
wenigsten. Ich auch nicht. Bis vor einem Jahr. Da habe ich dank AFS (American
Field Service) und dem bayrischen Kultusministerium ein Stipendium für das
selbsternannte Herz Europas bekommen. Wenn`s euch interessiert: Hier ein
kleiner Einblick in mein Schuljahr im Ausland ...

Mein erster Eindruck von der Slowakei: schönes Wetter.
Ok, aber ich denke, ich sollte euch erst mal ein paar
grundlegende Fakten über dieses Land vermitteln. Aaaaaalso: die Slowakei (auf
slowakisch, der Landessprache - und nicht tschechisch, das sind zwei
verschiedene Sprachen!!!- Slovensko) hat etwa 5300000 Einwohner, ist ca 49000
Quadratkilometer groß und wurde offiziell am 1. Juli 1993 nach der Teilung der
Tschechoslowakei gegründet. Die Hauptstadt ist Bratislava, auf deutsch
Pressburg. Gezahlt wird in dem jungen EU-Staat mit slowakischen Kronen.
Ok, genug Theorie.
Die Slowakei ist einfach super. Die Natur ist wunderschön und
abwechslungsreich- es gibt hier schließlich Hoch- und Mittelgebirge, Flachland,
Burgen, Wälder, Seen, Weinberge und und und – und alles auf engstem Raum. Die
Tatra ist ein beliebtes Ski- und Wandergebiet, es gibt viele schöne Städte mit
langer Geschichte und Nachtleben und mein erster Eindruck - schönes Wetter -
hat mich nicht getäuscht. Ok, ich bin in Hof geboren, also nicht besonders
anspruchsvoll, aber... ;-)
 Was aber natürlich am meisten zu einem Land gehört sind die
Leute, die darin wohnen. Und die Slowaken sind ... toll.
Gastfreundlich, unkompliziert und immer auf der Suche nach einem Grund zum
Feiern. ;-) Fremdsprachen sind entweder Englisch oder Deutsch, oder am
Gymnasium auch beide. Das war für mich am Anfang natürlich eine grosse Hilfe -
ich konnte schliesslich kein Wort slowakisch ... Doch nach etwa zwei Wochen hat
meine Gastschwester beschlossen, nur noch slowakisch mit mir zu reden. Am
Anfang natürlich hart, aber so habe ich durch meine Gastfamilie am meisten und
auch ziemlich schnell gelernt. Das Schuljahr war für mich persönlich ein sehr
angenehmes, weil nichts lernen musste, bis auf gelegentlich eine Hausaufgabe in
Englisch oder Deutsch, die nicht immer meine war... ;-) Die meiste Zeit habe
ich zusammen mit den zwei anderen Austauschschülerinnen, die an der gleichen
Schule waren wie ich im Informatikunterricht verbracht. Das Schulsystem ist
sehr ähnlich, ich bin auch hier auf ein Gymnasium gegangen, in die zweite
Klasse (entspricht der deutschen elften Jahrgangstufe). Überhaupt sind
Deutschland und Slowakei gar nicht so unterschiedlich - auch was Lebensstandart
usw. anbelangt. Freunde habe ich sowohl in der Schule als auch in meinem Dorf
schnell gefunden, wie man auf den Fotos sieht ...
 Abschließend kann ich einfach nur jedem empfehlen, ein Jahr
im Ausland zu machen, es bringt wirklich viel - neue Erfahrungen,
Sprachkenntnisse, Spass und vor allem Freunde in der ganzen Welt. Und die
Erkenntniss, dass man in im „gefährlichen Osteuropa“ weder umgebracht noch
verkauft wird ;-)
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