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Fans von Harry Potter wissen, dass die Drachen für das trimagische Turnier eigens aus Rumänien herangeschafft werden. Doch Transsilvanien hat mehr zu bieten wie die Schüler der 5b des Reinhart-Gymnasiums erfuhren, als sie sich am Wettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn: Europa im Karpatenbogen", ausgeschrieben vom bayerischen Kultusministerium, beteiligten: Bei den Recherchen zum Fragebogenwettbewerb erlebten sie eine Reise zum Mond, zu den Planetenräumen und gleichzeitig in die Vergangenheit Siebenbürgens als Heimat einer deutschen Minderheit, der Siebenbürger Sachsen, sowie in die Fantasiewelt der siebenbürgischen Sagen und Märchen. Dabei ahnten sie noch nicht, dass 3 Schülerinnen, Nina Meißner, Magdalena Heun und Tina Kießling, als Vertreter der Klasse am 27. Juli dann tatsächlich zu einer dreitägigen Reise nach Dinkelsbühl aufbrechen dürfen, um dort ihr Projekt bei der Abschlussveranstaltung zu präsentieren. ...
Das Projekt: Angeregt durch den Kreativwettbewerb beschäftigten sich die Schüler der 5b im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau Krämer handlungsorientiert und produktiv mit siebenbürgischen/ rumänischen Märchen und Sagen: Sie zeichneten Comics zu einem Märchen und gestalteten dazu zwei Drehbücher. Dabei versüßte Kulinarisches die Arbeit: Einige SchülerInnen recherchierten nach traditionellen siebenbürgischen Rezepten, probierten sie aus und verteilten in der Klasse Kostproben. Die Schüler setzten sich auch mit den Mundarten der deutschen Minderheiten auseinander, indem sie Mundarttexte ins Oberfränkische übersetzen. Schließlich setzten die Schüler in einer Geschichtenwerkstatt Sagenanfänge ideenreich fort. Zusammengefasst wurde das Ganze in einem Büchlein, das von einigen Schülerinnen illustriert und für den Wettbewerb eingereicht wurde.
Für die Abschlussveranstaltung gestalteten die drei Schülerinnen eine Stellwand, eine Lesung sowie eine kurze Spielszene und überzeugten die Juroren so, dass sie den ersten Preis in der Kategorie Literatur erhielten. In der Laudatio heißt es: „Die ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Thematik, die mit Informationen zu Kultur, Geografie und Geschichte eines der jüngsten Mitglieder der Europäischen Union abgerundet wurde, ist allemal einen 1. Preis wert. Herzlichen Glückwunsch!“
Die stolzen Teilnehmerinnen vor ihrer selbstgestalteten, interaktiven Stellwand: Die Sagen und Drehbücher steckten in den Säckchen, die ein großer, selbst gezeichneter Drache in seinen Klauen hält.
Unser Fazit: Das Projekt und die Präsentation waren zwar anstrengend, aber lohnend. Nicht nur die Urkunde sowie der Geldpreis von 300 Euro, sondern auch das umfangreiche Programm, z. B. ein abendlicher Spaziergang mit dem Nachtwächter, ein Museumsbesuch und eine Planwagenfahrt, aber vor allem die internationalen Kontakte waren eine echte Bereicherung, denn in Dinkelsbühl waren Schulen aus ganz Bayern und zudem aus Polen und Rumänien eingeladen.

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