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Geschrieben von C. Wid (Bilder: Ernst/Reinhardt)
am Freitag, 17. Juli 2009
Hitzige Rhythmen von Chor und Co.
Wer am Donnerstagabend ein wenig Abkühlung nach der Hitze des Tages beim Sommerkonzert des Reinhart-Gymnasiums in der Michaeliskirche suchte, fand sicherlich nicht, wonach er strebte - ganz im Gegenteil: Die musikalischen Gruppen unter der Leitung der Musiklehrer Martin Hauke und Johannes Müller heizten dem Publikum fast zwei Stunden lang so richtig ein.
Auch die Kühle der Kirche kann hier nicht helfen, die aufgeheizte
Sommerlaune der Schüler zu bremsen. Punkt sieben Uhr versammelt sich
das kleine Streichorchester auf der Bühne, und nach der
Eurovisionsmelodie erklingt der fröhliche „Fiddle-Kids-Rag", der wie
die Überschrift zu einem beschwingt-fröhlichen Abend dasteht.
Die letzten Streicherakkorde sind noch nicht ganz verklungen, da
beginnt in den Reihen der Unterstufe schon eine gewisse Unruhe. „Bleibt
doch erstmal sitzen, der ruft uns schon, wenn wir kommen sollen", mahnt
ein Mädchen ihre Mitschüler - und tatsächlich müssen sie nicht lange
auf das Zeichen des Chorleiters warten, um sich auf den Altarstufen zu
versammeln. Ganz frisch und optimistisch besingen sie die Sommerzeit
und wiegen sich im Dreivierteltakt zu „Chim Chim Cher-ee" aus „Mary
Poppins", bevor „The Red Big Band" die Bühne betritt.
Clever stellt das inzwischen wieder sitzende Mädchen aus der Unterstufe
einen Bezug
zwischen dem Outfit und dem Namen der Gruppe her, und einer ihrer
Nachbarn kann gerade noch ankündigen: „Jetzt wird es cool!" Da geht es
auch schon los. Es wird geswingt und gerockt, was das Zeug hält mit
Stücken von Bon Jovis „Welcome" bis hin zu „Let Me Entertain You" von
Robbie Williams - diesmal sogar gemeinsam mit hervorragenden
Gesangssolistinnen.
Während es auch der Mittelstufenchor so richtig krachen lässt,
beispielsweise mit dem Oldie „Rain In May", wobei alles von Klatschen
bis zu choreografischen Elementen vertreten ist und auch die Klassen 5a
und 5b das Lied „Wenn der Sommer kommt" von Rolf Zuckowski mit der
natürlichen Fröhlichkeit zum Besten geben, nach der der Sommer
verlangt, kontrastieren Gitarren- und Blockflötenkreis.
Wesentlich leiser, nicht verstärkt, sehr zart - dabei aber keineswegs
weniger strahlend und optimistisch - kommen diese Gruppen daher, bevor
es zum Abschluss noch mal so richtig kracht.
Mit Hilfe eines bunten Sammelsuriums an Schlagwerk lässt das
Percussionsensemble eine Samba durch das Gotteshaus donnern, bevor der
Oberstufenchor den bunten Reigen, ebenfalls stampfend, klatschend und
gar mit Beatbox-Elementen in bemerkenswert exakter Intonation mit einem
Zulu-Traditional und zwei Pop-Songs ausklingen lässt.