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Projekt "Rechtsextreme Musik" Drucken
Geschrieben von Björn Huß  am  Montag, 6. April 2009

Rechtsextreme Musik - die unterschätzte Gefahr?

thuAm 03.02. und 09.02.2009 klärte der Dozent Oliver Jauernig (VWL-Student aus Naila und als Dozent der Franken-Akademie Schloss Schney unterwegs in Sachen Aufklärung gegen Rechts) die Schüler und Schülerinnen der achten Jahrgangsstufe unseres Gymnasiums im großen Musiksaal über rechtsradikale Musik auf.

Er kam auf Einladung unserer Lehrer Frau OStRin Uta Hornig und Herrn OStR Martin Hauke im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichtsprojekts der Fächer Sozialkunde und Musik zum Thema „Rechtsradikalismus".

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Schon bei der Einführung wurde betont, dass Musik, d.h. die kostenlose Verteilung von Musik-CDs mit rechtsextremen Gedanken,  das wichtigste Mittel ist, um an Jugendliche heranzutreten. Musik ist z.B. leichter eingänglich als Werbeblätter. Dies macht sich die rechte Szene zu Nutzen.

Den Schülern wurde anhand von Zahlen aus dem Jahr 2005 verdeutlicht (die aktuellen Zahlen werden Mitte 2009  veröffentlicht), wie viele rechtsradikale musikalische Gruppen es zur damaligen Zeit gab. Leichte Rückgänge und Schwankungen der Anzahl dieser Gruppen in der Zwischenzeit wurden durch Fahndungsergebnisse der Behörden bewirkt.

Der Dozent stellte im weiteren Verlauf fest, dass sowohl  die Zahl der Versandhändler, die CD´s mit rechtsradikalem Inhalt vertreiben, als auch die Zahl der Abnehmer, unter denen sich auch Jugendliche befinden, ansteigt.

Im Anschluss wurden die Schüler gefragt, wer schon einmal Musik dieses Typs gehört hatte. Es meldete sich ca. ein Drittel bis die Hälfte der Zuhörer.

Als weitere Information wurden dann die Namen von Bands, die rechtsradikale Musik spielen, vorgestellt.

Auch über die Gestaltung der CD-Cover, bei denen oft auch Symbole und Schlagwörter anderer, z.B. linksgerichteter, Gruppierungen übernommen werden, wurde gesprochen.

Im letzten Abschnitt der Veranstaltung erarbeiteten die Schüler in Gruppenarbeit anhand verschiedener Beispiele die Inhalte dieser Lieder. Die Teilnehmer stellten fest, dass es unterschiedlich starke Aufforderungen zu Gewalt gibt, angefangen von „Kennenlernliedern" bis hin zu verbotenen, mit  eindeutigen Parolen versehenen Stücken.

Nach jeweils zwei Schulstunden ging die Veranstaltung zu Ende und die Schüler konnten in ihrer Mittagspause über das soeben Gehörte nachdenken.

 
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