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Mit dem Schicksal der Russlanddeutschen befasste sich ein Schulprojekttag
am 18.3.2009 in Kooperation mit der Johann-Georg-August-Wirth-Realschule zum
Thema „Integration in Deutschland am Beispiel der Deutschen aus Russland" mit einer
Führung durch die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart
der Deutschen aus Russland" sowie Filmvorführungen und Gesprächen durch den Projektleiter
Jakob Fischer.
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des
Innern, Berlin, und das Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg und präsentiert von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., Stuttgart.
Folgende Themen des Projekts wurden
vorgestellt:
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Aussiedler und
Spätaussiedler: Deutsche Staatsangehörige aus der ehemaligen Sowjetunion
(ca. 3 Millionen Menschen aus 15 Ländern: Russland, Kasachstan,
Kirgisien, Ukraine, Tadschikistan, Usbekistan, Moldawien, Estland, Lettland,
Litauen, Weißrussland, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan), Polen (1,5
Millionen), Rumänien (0,5 Millionen), Ungarn, Tschechien, Slowakei und aus dem ehemaligen
Jugoslawien (Serbien, Kroatien, Slowenien).
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Geschichte der
Deutschen in Russland, ehemalige Sowjetunion, von 1763 bis 2008: Die Ausreise der
Deutschen vor 245 Jahren aus verschiedenen Deutschen Kleinstaaten nach Russland
hängt mit dem Manifest der Zarin Katharina II. zusammen, der früheren
Prinzessin Sophie Friederike von Anhalt-Zerbst, die von 1762 bis 1796 das
Russische Zarenreich regierte.
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Die Auswanderung
der Deutschen nach Russland erfolgte von 1763 bis 1862 mit der Gründung von
3.536 deutschen Siedlungen (Kolonien) an der Wolga (Gebiete Saratow, Wolgograd,
Samara, Astrachan), in der Ukraine (Schwarzmeergebiet, Krim, Wolhynien), im
Kaukasus (Georgien, Aserbaidshan), Bessarabien (Moldawien), im Raum Moskau und
Sankt Petersburg.
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Bei der Rückkehr
nach Deutschland stellen Aussiedler einen Antrag auf Aufnahme beim
Bundesverwaltungsamt in Köln und müssen in ihren Herkunftsländern in der ehemaligen
UdSSR ca. 5-7 Jahre auf die Ausreise nach Deutschland warten. Bei der Erfüllung
aller Aufnahmebedingungen erhalten sie einen Aufnahmebescheid und erwerben
gleich bei der Einreise in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn
sie drei Mal einen deutschen Sprachtest bestehen, ein Kriegsfolgenschicksal
(Vertreibung, Deportation in Konzentrations- und Zwangsarbeitslager,
Verbannung, Diskriminierung) und ihre deutsche Abstammung, Erziehung und
Kultur nachweisen können.
Alle vier 10. Klassen, insgesamt 95
Schüler, nahmen an dem Projekt teil, das in kompakter und ansprechender Form auch Fragen der
Integration über die Thematik der Russlanddeutschen hinaus mutig anpackte.
Mit der engagierten und kompetenten Führung des
Projektleiters Jakob Fischer, seinen fundierten Vorträgen und authentischen
Gesprächen ist es in hervorragender Weise gelungen, unsere Schüler mit einem
bislang wenig beachteten Thema zu fesseln. Auch die mediale Ausstattung und
seine Art, die Schüler direkt und emotional einzubeziehen, ist sehr gut
angekommen. Herr Fischer hat uns viel Neues und Interessantes vermitteln
können. So kann Integration gut gelingen.
pdf-Broschüre zur Ausstellung
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