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Sommerkonzert 2008 Drucken
Geschrieben von Stefan Ernst/Christine Wild  am  Donnerstag, 17. Juli 2008

Von Lerchengesang zu Karibikklang

Im Festsaal der Freiheitshalle zeigt das Reinhart-Gymnasium, was es musikalisch so drauf hat.

In lockerer Atmosphäre leben die Schüler ihre Musik - und überzeugen durch Spaß und Niveau. Schleicht da jemand durch den Saal? Ein „Pink Panther" vielleicht? Die Big Band unter Johannes Müller musste sich nach ihren Vorträgen wahrlich nicht von der Bühneschummeln - alle anderen natürlich auch nicht...

saalpano

Wie kann man die Muse finden, ein Konzert zu gestalten, wenn es direkt im Anschluss daran auf große Reise geht? In dieser Situation befanden sich die Kollegiaten der K12, die am Donnerstagabend im Festsaal der Freiheitshalle „noch schnell" beim Sommerkonzert des Reinhart-Gymnasiums mitwirkten, bevor sie - sofort anschließend - ihre Studienfahrten nach Griechenland und Irland antraten, wie Oberstudiendirektor Dr. Axel Herrmann schmunzelnd in seiner Begrüßung anmerkte.

Doch es funktioniert: Sie finden die Muse und der Spaß an der Sache steht, wie immer bei den  „Reinhart"-Konzerten, an erster Stelle. Natürlich, und das ist ebenfalls Programm, gepaart mit einem hohen künstlerischen Niveau. Dies ist nicht zuletzt den beiden Musiklehrern Martin Hauke und Johannes Müller anzurechnen, die am Donnerstag zeigen durften, was sie über's Jahr mit den vielen verschiedenen Ensembles erarbeitet haben.

weitere Bilder in der >>Bildergalerie 

 

Dabei legen die beiden Musiklehrer ein sicheres Gespür für die Vorlieben und Fähigkeiten der einzelnen Gruppen an den Tag: So eröffnet das neunköpfige Streichorchester als barocker Ruhepol das Programm, bevor sich der Unterstufenchor - jedes Mitglied wirkt hier hochkonzentriert - mit englischen Kanons präsentiert. Ein wenig popiger kommt der Mittelstufenchor mit „Stand By Me" und „California Dreamin" daher. Ein Höhepunkt des Chorgesangs: die Darbietungen des Oberstufenchores. Zunächst wagen sie sich an Mendelssohns „Lerchengesang", den sie sehr exakt, mit glockenklarem Klang und tiefgründiger Gestaltung zu Gehör bringen, bevor sie - ausgestattet mit Sonnenbrillen, coolen Jungs und einem tanzenden Chorleiter Johannes Müller - den Hit „Jetzt ist Sommer" in einem rhythmisch sehr anspruchsvollen Arrangement singen, ja geradezu leben.

Sehr frisch präsentiert sich der Blockflötenkreis mit verschiedenen Gospels, bevor die Schulband mit „Seven Nation Army" dem Garagenrock huldigt und den Festsaal so richtig aufmischt. Ebenfalls für Stimmung sorgt die Big Band aus Realschule und Gymnasium: Egal, ob sie den „Pink Panther" durch den Saal schleichen lassen oder es mit „Rock This Town" richtig krachen lassen - die Stimmung stimmt. Und sie reißt nicht ab: Nur noch ein Lied kann den total verkorksten Tag retten, über den die Klasse 5c singt. Begleitet von Klavier, Trompeten, Gitarren, Flöten und Schlagwerk (besonders euphorisch hier vier Jungs, die Klangröhren an ihre Schenkel schlagen) schmettern sie: „Shalala". Letztes Highlight: das schuleigene Percussionsensemble, das, mal zart und leise, mal kraftvoll-laut, ein karibisches Fest der musikalischen Extraklasse feiert. Tolle Ensembles, großartige Solisten, die immer wieder aus deren Reihen hervortreten und ein fast durchgängig englischsprachiges Programm wiedergeben - zu Ehren des ausscheidenden Englischlehrers Roderick Macinnes, wie am Ende des begeistert aufgenommenen Konzertes aufgeklärt wird.   C.W.

 
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