Wikipedia Suche


Seit dem 13. März ist die neue Schulhomepage online.

Die Inhalte hier werden nicht mehr gepflegt und bleiben nur noch zu Archivzwecken verfügbar. Löschen Sie gegebenenfalls ihr altes Lesezeichen, springen Sie zur Neuauflage und setzen darauf ein neues.

Link zur Neuauflage

 
Theaterkritik der Klasse 8c Drucken
Geschrieben von Eitner/Hägermann/Winter/Janisch  am  Dienstag, 12. Juni 2007
brennen

„Biedermann und die Brandstifter" im Theater Hof

Am Montag, den 23.04.2007, besuchten wir, die Klasse 8c des Johann- Christian- Reinhart- Gymnasiums, im Rahmen des Deutschunterrichts eine Aufführung unserer Klassenlektüre „Biedermann und die Brandstifter" im Theater Hof. Hier unsere Eindrücke:

biedermann_thu(Klick vergrößert) Zwei Brandstifter laden sich selbst bei einem spießbürgerlichen Zeitgenossen ein und machen sein Haus zu einer Art Hauptquartier für ihre Tätigkeit, während er es aus Dummheit, Feigheit und Leichtgläubigkeit nicht schafft, sie loszuwerden. Dies ist in aller Kürze die Handlung von Frischs Drama.

Wie wurde es in Hof auf der Bühne umgesetzt?

Die Schauspieler waren in ihren Rollen insgesamt sehr überzeugend, vor allem schafften sie es, den schwierigen Text mit so kräftiger und deutlicher Stimme zu vermitteln, dass es keinerlei Verständnisprobleme gab. Dazu spielten sie mit teils übertriebener und dadurch oft komischer Mimik und Gestik ihre Rollen mit viel Energie. Besonders der Charakter des Herrn Biedermann in seiner Mischung aus Angst, herrischem Auftreten und Naivität wurde überzeugend dargestellt. Die Rollen des brutalen Ringers Schmitz, eines der beiden Brandstifter, und des Hausmädchens Anna wurden zwar unterhaltsam interpretiert, standen aber unserer Meinung nach etwas im Gegensatz zur Textvorlage, da der Ringer eher komisch als bösartig wirkte und Anna zu dominant und selbstbewusst war. Die Kulissen und Kostüme waren nicht realistisch, so war das Haus nur mit einigen wenigen Möbeln angedeutet und waren die Kleidungsstücke grell und unpassend kombiniert. Anscheinend sollte alles nicht an eine bestimmte Stadt und eine bestimmte Zeit erinnern, sondern offen für die Überlegungen der Zuschauer bleiben. Gut war die gleichzeitige Sichtbarkeit von Wohnung und Dachboden, auf dem die Brandstifter ihr Lager aufgeschlagen hatten. Die Zuschauer sahen so immer mehr als die Handelnden selbst.

Im Großen und Ganzen wirkte die Aufführung eher brav und war nahe an der Vorlage. So haben wohl besonders Besucher, die das Stück nicht kennen, viel Freude an ihrem Theaterbesuch. Wir hingegen hätten uns aufgrund unserer Kenntnis des Textes eher ein paar Überraschungen gewünscht. Die einzige Ausnahme in dieser Hinsicht waren Anfang und Ende, als die Schauspieler in einen seltsamen Tanz verfielen. Anfangs begleitete er den sehr langen und für die Zuschauer sichtbaren Aufbau und zum Schluss war er ein „Totentanz" mit verbrannten Gesichtern. Beides blieb uns aber unverständlich. Die Aufführung ist vor allem jenen zu empfehlen, die das Stück erst kennen lernen wollen und sich eine unterhaltsame, aber nicht besonders auffällige Inszenierung bevorzugen.

 
Home arrow Archiv arrow Theaterkritik der Klasse 8c