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Studientag der Jgst. 11 Drucken
Geschrieben von Heinrich/Illmayr  am  Donnerstag, 19. April 2007
logoEnde Februar machten sich die Schülerinnen und Schüler der drei elften Klassen des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums, begleitet von ihren Klassenleitern, mit dem Zug auf den Weg nach Selb-Plößberg, um dort ihren Studientag zum Thema "Porzellan" durchzuführen. Gleich nach der Ankunft im „Europäischen IndustrieMuseum für Porzellan" begann ... ... die „Zeitreise durch die europäische Porzellanherstellung". Zwei Referate schufen einen gelungenen Einstieg in das Thema. Fritz Weber machte im Auditorium den Anfang und verschaffte allen einen ersten Eindruck über die Porzellanrohstoffe, bevor Julia Beyer und Sarah Pinkas in einer Powerpoint-Präsentation den chemischen Aufbau erklärten.

Um das Thema nicht nur theoretisch kennen zu lernen, wurden die Schülerinnen und Schüler anschließend in vier Gruppen durch das Museum geführt und konnten schließlich jeweils eine Station bei der Herstellung von Porzellan selbst ausprobieren: Modellieren oder Gießen von Figuren, Bemalen von Tassen oder Anfertigen von Dekorentwürfen für Teller.

modellieren
Nicht jede Arbeit erwies sich als einfach und besonders beim Modellieren ging schnell etwas zu Bruch. Denn nachdem die tonartige Masse in die gewünschte Form gebracht worden war, musste abgewartet werden, bis die Figuren leicht angetrocknet waren, bevor man zu den Feinarbeiten übergehen konnte. Wenn hierbei jedoch noch etwas schief ging und zerbrach, ließ es sich nur sehr schwer wieder reparieren.

vor_dem_giessen
Beim Gießen konnte zwischen einem Hut, der stark an die Kopfbedeckung der Frau Professor Gonagall aus Harry Potter erinnert, oder einer Eule gewählt werden. Die Schüler setzten die Formen zusammen, gossen das Rohmaterial, den „Schlicker", unter Drehen, damit er sich gut verteilte, hinein und nach gut 30-minütiger Wartezeit konnte der Überschuss abgegossen und die Figur aus der Form genommen werden. Danach wurden noch die Feinheiten ausgearbeitet und vorstehende Grate abgetragen. Der zusammenfassende Kommentar: durchaus interessant, doch etwas langwierig wegen der Wartezeiten.

eulen_giessen1eulen_giessen2gegosseneeulendekorentwurfporzellanmalen Beim Dekorentwurf war Kreativität gefragt. Die Schüler bekamen den Auftrag, ihre Vorstellungen vom Design eines Tellers auf ein Blatt Papier zu bannen. Dabei konnten sie sich von den im Rosenthal Museum ausgestellten Objekten inspirieren, bzw. von ihrem Kunstlehrer beraten lassen. Es war zwar schwer, sich für eine Richtung zu entscheiden, doch machte diese Arbeit durch die Eindrücke in dem sehr schönen Museum und die künstlerische Freiheit sehr viel Spaß.

Genauso viel Kreativität wurde beim Malen gefordert. Hier standen Porzellantassen bereit, die die Schüler ganz nach ihrem Geschmack gestalten konnten. Die Schwierigkeiten hier: Fingerabdrücke mussten vermieden werden, denn auf Fettflecken hält die Farbe nicht. Die Farbe durfte zudem weder zu dick noch zu dünn aufgetragen werden. Was außerdem noch sehr interessant ist: Die Farben sind nicht mischbar wie normale Wasserfarben, d. h. aus Rot und Gelb bildet sich keineswegs Orange, denn beim Brennen verändert sich die chemische Struktur der Farbstoffe.

Vor allem die praktische Arbeit machte allen schnell deutlich, wie aufwändig die Herstellung von Objekten aus Porzellan ist und wie konzentriert und genau man bei der Verarbeitung vorgehen muss. Bei der Führung durch das Museum gewannen die Schülerinnen und Schüler weitere interessante Eindrücke, besonders auch über die Arbeitsbedingungen der „Porzelliner", die keineswegs angenehm waren.

Nach einer Mittagspause gab es noch Gelegenheit, selbstständig Informationen im Museum zu sammeln für einzelne Referate und Präsentationen, welche den Studientag in der Schule abrunden sollen. Hier werden auch die praktischen Arbeiten im Rahmen einer kleinen Ausstellung zu sehen sein.

presentation
Bevor es mit dem Zug wieder zurück nach Hof ging, gab es noch eine kurze Schlussversammlung im Auditorium. Alles in allem war dieser Studientag eine sehr gelungene und lohnende Veranstaltung, die den Schülern eben nicht nur theoretisches Wissen sondern auch praktische Erfahrungen vermittelte und, wie Herr Göhl meinte, „viele Informationen zu einem Thema lieferte, über das man vorher fast nichts wusste."

 


Website des "IndustrieMuseum Porzellan": www.dt-porzellanmuseum.de

Bericht im Hofer Anzeiger in der Downloadabteilung: iconStudientag Selb 2007 (21.44 KB)

 

 
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