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Geschichtswettbewerb Langnamenverein 05 Drucken
Geschrieben von Hofer Anzeiger  am  Sonntag, 26. Februar 2006
Eingereicht wurden für den Wettbewerb 2005 insgesamt zehn Facharbeiten aus den Gymnasien in Hof, Selb, Wunsiedel und Münchberg. Dabei gab es in diesem Jahr gleich zwei erste Preise für Schüler des Reinhart-Gymnasiums.

SCHÜLERWETTBEWERB:

LANGNAMENVEREIN HOF VERLEIHT GLEICH ZWEI ERSTE PREISE

"Junge Leute bereit, sich schwierigen Aufgaben zu stellen"


Dass sich Wissen und Engagement um die eigene Heimat lohnen und im wahrsten Wortsinn sogar "bezahlt machen", haben am Samstag die Preisträger eines traditionellen Wettbewerbs erfahren: Seit 1995 und damit bereits zum elften Male honorierte der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde Hof besonders gelungene Schülerarbeiten zu Themen seines Aufgabengebietes mit Preisgeld und Urkunde.

HOF - Eingereicht wurden für den Wettbewerb 2005 insgesamt zehn Facharbeiten aus den Gymnasien in Hof, Selb, Wunsiedel und Münchberg. Außerdem drei Gruppenarbeiten von Haupt- und Realschülern aus der oberfränkischen Region. Als Vierte im Bunde erstmals dabei: Vier Schülerinnen aus dem Dr.- Konrad-Duden-Gymnasium der thüringischen Nachbarstadt Schleiz, die prompt einen Anerkennungspreis einheimsten.
Dass es in diesem Jahr bei den Facharbeiten der Abiturienten gleich zwei erste Preise in der Aula des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums in Hof zu verleihen gab, freute den Vorsitzenden des Langnamenvereins und gleichzeitigen Gastgeber der Feierstunde, Schulleiter Dr. Axel Herrmann, ganz besonders: Ein erster Preis, und damit 350 Euro, ging an Martina Rhönisch vom Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium in Hof. Sie hatte sich im Fach Geographie dem Thema "Das Waldsterben vor und nach der Wende 1989" gewidmet. Christine Dürrbeck vom Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel holte sich ebenfalls einen ersten Preis und somit 350 Euro aus den Händen von Schatzmeister Rolf Zeitler ab. Sie hatte sich in "Wirtschaft und Recht" mit der Frage "Die Firma Raithel & Co.GmbH in Weißenstadt - ein Erfolgsmodell ?" beschäftigt. Ihre Antwort überzeugte die Jury. Die dritte Preisträgerin heißt Anna Langheinrich und ist Abiturientin am Jean-Paul-Gymnasium in Hof. Urkunde und Preisgeld in Höhe von 200 Euro hatte sich die Schülerin für ihre Ausführungen zum Thema "Alfredo Stroessner - ein Diktator aus Hof" verdient.
Ein weiterer Hauptpreis, dotiert auf 350 Euro, ging außerdem an die Projektgruppe aus der 8. Jahrgangsstufe der Hauptschule in Selb. Die Schülergruppe hatte sich bei der Ausgrabung eines Theerofens im Egertal auf die Spuren Johann Christof Wellers begeben, der um 1700 führender Hammerherr im Fichtelgebirge war. Schon mehrfach für herausragende Dokumentationen und Filmprojekte ausgezeichnet, gab es auch diesmal wieder einen Anerkennungspreis von 200 Euro für den Arbeitskreis "Geschichte des Nahraums" der Maximilian von Welsch-Realschule Kronach. Wie Jury-Mitglied Thomas Blachnik betonte, erhält der Arbeitskreis den Preis diesmal für seinen Film "Kriegsende in Kronach", der anlässlich des 60. Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkrieges gedreht wurde.
Als "Novum" des Wettbewerbes bezeichnete Blachnik die Vergabe des Anerkennungspreises von 200 Euro an die vier Schülerinnen aus Schleiz. "Dass wir hier heute Schülerinnen aus unserer thüringischen Nachbarstadt Schleiz mit einem Preis würdigen, "ist ein Beitrag zum noch besseren Zusammenwachsen von Ost und West", so Blachnik. Die regionale Verbundenheit werde allein schon durch den Standort des Dr.-Konrad-Duden-Gymnasiums ausgedrückt, schmunzelte Blachnik - letzteres ist in der "Hofer Straße" in Schleiz zu finden. Beeindruckt haben Sabine Hegner, Ina Neugebauer, Jennifer Schubert und Katarina Singer mit ihrer Seminarfacharbeit "Vergleichende Betrachtungen der Berichterstattungen hinsichtlich der politischen Ereignisse zur Zeit der Wende (Mai 1989 bis März 1990) in der ‚Freien Presse' und im ‚Hofer Anzeiger' ".
Ein großes Lob für die engagierten Preisträger gab es anlässlich der Feierstunde im Reinhart-Gymnasium auch vom stellvertretenden Ministerialbeauftragten der oberfränkischen Gymnasien und Schulleiter des Hofer Jean-Paul-Gymnasiums, Ralph Schmidt, sowie dem Hofer Bürgermeister Eberhard Siller. Laut Schmidt werde von Lehrern häufig beklagt, dass Jugendliche wenig Interesse an ihrer Heimat zeigten und auch das politische Zeitgeschehen nur kaum verfolgten. Dieser Wettbewerb beweise das Gegenteil: "Junge Leute sind sehr wohl bereit, sich auch schwierigen Aufgaben zu stellen", ließ Schmidt keinen Zweifel. Auch Bürgermeister Siller gratulierte den jungen Leuten im Namen der Stadt Hof und auch persönlich für ihre preisgekrönte Arbeit. Und Eberhard Siller lobte gleichzeitig das große Engagement des Hofer Langnamenvereins, der mit seinem alljährlichen Wettbewerb dazu beitrage, "junge Menschen neugierig auf das zu machen, was die eigene Heimat bietet".

Simone Weber

Bevor das große Büfett eröffnet wurde, lächelten die stolzen Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Schülerwettbewerbs des Hofer Langnamenvereins vor dem Hofer Reinhart-Gymnasium in die Kamera der Fotografin. Im Vordergrund Christine Dürrbeck (Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel) und Martina Rhönisch (Reinhart-Gymnasium Hof), die sich den ersten Preis teilen, sowie Anna Langheinrich (Jean Paul-Gymnasium Hof), deren Arbeit als drittbeste ausgezeichnet wurde (von links). Glückwünsche gab es vom Hofer Bürgermeister Eberhard Siller (zweite Reihe rechts), vom Vorsitzenden des Hofer Langnamenvereins, Schulleiter und Gastgeber Dr. Axel Herrmann (dritte Reihe rechts) sowie vom stellvertretenden Ministerialbeauftragten der oberfränkischen Gymnasien, Ralph Schmidt (dritte Reihe, Zweiter von links) sowie von Schatzmeister Rolf Zeitler (dritte Reihe, Dritter von rechts). FOTO: -sw


 
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