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„Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Wogenprall,
zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein! ..."
...so beginnt der Liedtext der „Wacht am Rhein", eingemeißelt in die Vorderfront des Niederwalddenkmals bei Rüdesheim, das 1877 von Kaiser Wilhelm I. als Zeichen der Verherrlichung des Deutschen Reiches und des Sieges über Frankreich eingeweiht wurde. Für die Kollegiaten der beiden Leistungskurse Geografie und Geschichte sollte die Reise aber noch etwas weiter gehen - bis in die Vulkaneifel, bis Aachen, zur Stadt der deutschen Könige und Kaiser, bis zur Römervilla nach Ahrweiler. So umspannte das Programm der Exkursion einen europäischen Teilraum, der für die Geschichte Mitteleuropas seit der Zeit der Merowinger und Karolinger bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges mit der blutigen Schlacht am Hürtgenwald von größer geschichtlicher Bedeutung ist, dessen Natur aber auch viele Besonderheiten in der Gestalt des Vulkanismus, der Verkehrslage und der Wirtschaftsdynamik von unmittelbar aneinandergrenzenden Aktiv- und Passivräumen aufzeigt.
Programm mit Anmerkungen
Di. 26.09.06
8.00 Anfahrt mit Bus,
13.00 Niederwalddenkmal bei Rüdesheim, Weiterfahrt auf der rechten Rheinseite nach Koblenz, von dort zum Pulvermaar und zum Strohner Vulkan (Lavabombe)
20.00 Daun: Stadtrundgang, Pizzaessen
Mi. 27.09.06
9.30 Laven bei Gemünden, Hoher List
10.00 Glockengießerei in Brockscheidt
13.30 Vulkanmuseum Daun
15.00 Maarwanderung durch die drei Dauner Maare
(Geschichte der Eifel, Morphologie der Maare)
Do. 28.09.06
Fahrt nach Aachen über Wallender Born (Kaltwassergeysir)
Hürtgenwald (Kriegsende im Westen)
12.00 Lichtenbusch (Drachenköpfe, Westwall)
Hier hatten wir das außerordentliche Glück, dass der Landwirt Stefen Z. unseren Kursleiter und einige Kollegiaten dabei erwischte, wie sie den Stacheldraht in seiner Viehweide überkletterten, in der sich ein Rest des Westwalls befand. „Finden Sie dat schön?" - er meinte die Drachenköpfe (Panzersperre) in seiner Wiese. Unser geschichtliches Interesse hatte ihn überzeugt, er erzählte bis in grausige Details, was bis April 1945 sich auf diesem Gelände ereignet hatte und führte uns dann noch - durch elektrische Weidezäune (40000 Volt!) und Stacheldrahtkoppeln zu einem von drei versteckten Bunkern, zeigte uns genau, wo der Schützengraben verlief, erzählte, wie sich die Sieger gegenüber den Lichtenbuschern verhielten... . Sein nachdenkliches Schlusswort nach einer fast einstündigen Westwallführung: „Kinner, ihr könnt alles machen, nur kein'n Krieg!"
14.00 Aachen (Kaiserpfalz, Karl d. Gr., Frankenreich), Innenstadt
19.00 Rückfahrt nach Daun
Fr. 29.09.06
8.00 Frühstück, Abreise
11.00 Römervilla Ahrweiler,
13.00 Maria Laach, Laacher See,
14.00 Heimreise (endlose Staus!)
21.30 Ankunft in Hof
Lehrkräfte: StR'in K. Krämer, StD Dr. Höllerich
Unterkunft: Jugendgästehaus Daun
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