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Klassenfahrt Berlin 2006 Drucken
 am  Freitag, 29. September 2006

Am Sonntag trafen wir uns pünktlich am 9.15 am Hofer Hauptbahnhof. Im neuen Berliner Hauptbahnhof fand man vor lauter Läden kaum die S-Bahn, und nach einem kurzen Fußmarsch, der in den nächsten Tagen zum Alltag werden sollte konnten wir endlich die unendlichen Steps, pardon, Stufen zu unseren Zimmern erklimmen.

berlin2006

Die Freizeit reichte um die nähere Umgebung zu erkunden, dann brachen wir zu einer abendlichen Stadttour auf. Das Brandenburger Tor bei Sonnenuntergang, den Tiergarten und Schloss Bellevue, von dessen wunderbaren Rasen wir fast nicht mehr aufstehen wollten. Unterwegs wurden wir von einem Inlineskater Marathon aufgehalten, großzügigen Schätzungen zufolge war „ganz Hof" auf den Rollen. Erst nach Mitternacht trafen wir wieder im Quartier ein.

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Da die meisten den jungen Montag mit einer ausgiebigen Feier begannen, traten sie mit dementsprechend müden Augen und schweren Gliedern zum Frühstück an. Doch Herr Glaser und Frau Klein waren unbarmherzig und bestellten uns gleich zum Aufbruch zum Reichstag. Nach einem Sicherheitscheck wie am Flughafen wurden wir in die Besuchertribüne geführt, und dann auf die Glaskuppel, von der wir einen guten Ausblick hatten. Danach, immer dem Essen nach in die Besucherkantine, bevor wir auf einer Schiffahrt durchs Regierungsviertel ausruhen konnten.

Abends rückte Herr Glaser noch mit einer kleineren Gruppe in die Hackeschen Höfe aus, während die anderen sich selbst beschäftigten.

 

Am Dienstag fuhren 28 höchstmotivierte Schülerinnen und Schüler zum Jüdischen Museum, wo uns der inzwischen schon vertraute Sicherheitscheck erwartete. Trotz allgemeiner Skepsis ließ sich ein Teil von unserem Führer fesseln. Zumal wir nicht das erwartete Geschichtswissen aus der neunten Klasse vermittelt bekamen sondern etwas über das Leben der Juden im 3.Reich erfuhren. In einem leicht geneigten Feld mit 49 Säulen bekamen wir einen Drehwurm und eine Kostprobe der Orientierungslosigkeit, die die Auswanderer wohl auch gefühlt hatten.

 

Nach den Museum fuhren wir aufgrund der großen Hitze zurück um eine Siesta zu halten.

 

Dann gings zum Kurfürstendamm wo einige schon wieder shoppen gingen. Frau Klein verordnete uns noch die Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche , die aber halb so schlimm war, anschließend konnten wir in Kleingruppen Kreuzberg erkunden. Bei der Rückkehr über den Fernsehturm wurde es schon dunkel und ein Teil war schon zum Hotel aufgebrochen. Der übriggebliebene Rest lernte am Prenzlauer Berg das Berliner Nachtleben kennen, wo Herr Glaser zur allgemeinen Begeisterung eine Runde ausgab.

 

Am Mittwoch gings nach Sanssouci. Angesichts er tropischen Temperaturen nutzten einige die dort aufgestellten Rasensprenger als willkommene Erfrischung vor dem Marsch durch die mittägliche Hitze Potsdams.

 

Danach waren wir froh, als wir uns endlich in die Fluten stürzen konnten. Das Wasser hatte zwar keinen besonderen Kühleffekt, aber wenigstens war es nass. Eine Hälfte vergnügte sich noch am Wannsee, während die anderen das Blue Man Konzert besuchten.

 

Donnerstag, der letzte Tag. Nachdem wir unser doch recht umfangreiches Gepäck im Kellerraum verstaut hatten, trafen wir uns zur Lobrunde im Innenhof, bevor wir zur Museumsinsel aufbrachen. Nach dem Pergamonmuseum gingen sechs ausgeprägt Kultursüchtige noch ins Ägyptische Museum und besuchten die Nofretete.

 

Nach einer kurzen Auszeit ging es zur U-Bahn, und zu unserem Vogtlandexpress. In Hof wurden wir dann im 21.33 von einem kräftigen Duscher begrüßt.

 

Trotz kleinerer Pannen wie Übelkeit, überfluteten Badezimmern, verlorenen und verirrten Schülern, nicht entwerteten U-Bahnkarten und verklebten Rucksäcken war es eine Superfahrt! Vielen Dank an unsere Lehrkräfte Frau Klein, die unsere wissensdurstige Truppe mit zahlreichen interessanten und spannenden Infos versorgte und nie dabei die Nerven verloren hat, und Herrn Glaser, der überall für gute Laune gesorgt und so manchen Spaß mitgemacht hat. Besonderer Dank gilt auch den freundlichen Leuten vom Hotel Steps und nicht zuletzt Petrus, der uns vor Regen und Kälte verschont hat, obwohl er es mittags ein bisschen zu gut mit uns gemeint hat.

 

Geschrieben von Hannah Stank

 
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