Die Bundeswehr und ihre vielfältigen Aufgaben
Im
Rahmen des Sozialkundeunterrichts der Klassen 10b/c bereicherten unsere
Lehrerinnen Frau Hornig und Frau Krämer den Unterricht, indem sie am
Dienstag, den 14. Februar 2006, Herrn Harald Vogel,
Wehrdienstberatungsoffizier der Bundeswehr einluden.
Eine ganze Doppelstunde beantwortete Herr Vogel unsere Fragen
und erklärte uns viele Einzelheiten zu verschiedenen Gebieten. Vor
allem die Mädchen interessierten sich für das Thema „Frauen in der
Bundeswehr“.
Der 38–jährige, der jetzt schon 19 Jahre bei der Bundeswehr im Dienst
ist, arbeitet zur Zeit in der Wehrdienstberatung Bayreuth, die in
Schulen und der Agentur für Arbeit über die Möglichkeiten innerhalb der
Bundeswehr informiert.
Herr Vogel erklärte, dass Frauen erst seit 1974 in der Bundeswehr
vertreten sind. Damals waren sie aber nicht an der Waffe, sondern wegen
Ärztemangel in der medizinischen Versorgung tätig. Erst seit 2000 sind
Frauen, dank eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofes, dazu
berechtigt, in allen Bereichen der Streitkräfte eingesetzt zu werden.
Zusätzlich gibt es seit dem 1. Januar 2005 das Gleichstellungsgesetz,
welches feste Quoten für Frauen vorschreibt, sodass sie bessere Chancen
haben, in die Bundeswehr aufgenommen zu werden. Förderung wird hier
sehr groß geschrieben.
Des Weiteren wurden Fragen zur Musterung, sportliche
Voraussetzungen, Wehrdienstformen und Studium in der Bundeswehr
beantwortet. Auch erfuhren wir, dass die Hauptaufgabe der Bundeswehr
nicht die Landesverteidigung, sondern der Einsatz in Krisengebieten
ist, um dort z.B. durch medizinische Unterstützung Hilfe zu leisten und
Leben zu retten.
Laura Gerstner, Lisa Wolfrum (beide 10b)
Besuch der Klasse 10a
Am Donnerstag, den 16.02.2006 besuchte der Wehrdienstberatungsoffizier
für Oberfranken, Oberleutnant Harald Vogel in Begleitung der
Stabsunteroffizierin Katrin Richter uns, die Klasse 10a des
Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums. Eingeladen waren sie von unserer
Sozialkundelehrerin Uta Hornig.

Nach der Begrüßung durch Direktor Dr. Herrmann stellte Harald Vogel
sich zunächst persönlich vor und erläuterte seinen Werdegang, danach
den Arbeitgeber Bundeswehr. An Beispielen zeigte er die Möglichkeiten
einer erfolgreichen Laufbahn bei der Bundeswehr. Angefangen mit einem
Grundwehrdienst arbeitete er sich in 19-jähriger Dienstzeit u.a. bis
zum Wehrdienstberatungsoffizier hoch. Bei dem Vortrag wurde klar, dass
die Bundeswehr nicht nur eine militärische Einrichtung ist, sondern
auch zahlreiche Studiengänge wie z.B. Betriebswirtschaft oder Pädagogik
anbietet. Die Grundvoraussetzung hierbei ist Abitur bzw. Fachabitur und
die Verpflichtung für 12 Jahre. Die hiermit eingeschlagene
Offizierslaufbahn kann aber erst durch einen erfolgreich bestandenen
Einstellungstest erreicht werden. Der Unterschied zum zivilen Studium
liegt darin, dass die Studienzeit, die in Trimester eingeteilt ist,
verkürzt ist und die Bezahlung – ca. 1400 bis 1500 € netto - weiterhin
erfolgt; auch die Kosten für Unterkunft und medizinische Betreuung
werden vom Bund getragen. Das Studium ist an den beiden Universitäten
der Bundeswehr in Hamburg oder München möglich.
Auch bei der Bundeswehr ist die Gleichberechtigung natürlich
selbstverständlich, so bekommen Männer und Frauen ohne Ausnahmen die
gleiche Bezahlung – sie richtet sich allein nach Alter und Dienstgrad.
Obwohl es schon seit 1974 Frauen als Ärzte in der Bundeswehr gibt, sind
sie erst seit 2001 in alle Berufssparten, sogar bis zum höchsten Rang
des General, vertreten. So ist es auch normal geworden, dass Frauen bei
der Marine und Luftwaffe aktiv tätig sind. Dass die Frau gleichermaßen
Anerkennung beim Bund erwerben kann, hat uns Stabsunteroffizierin
Katrin Richter an ihrer Person gezeigt. Sie macht derzeit eine
Ausbildung zur KFZ-Mechatronikerin in der Laufbahn des Feldwebels.
Der Oberleutnant erklärte auch, dass der heutige Schwerpunkt in der
internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung liegt. Somit
wirkt die Bundeswehr weltweit.
Die Entscheidungen über das Handeln der Bundeswehr erfolgt in
Friedenszeiten über den Verteidigungsminister aber in Kriegszeiten über
die Bundeskanzlerin. Außerdem sind Truppen für die EU, sogenannte
„Battlegroups“, für Auslandseinsätze vorgesehen.
Insgesamt war der 90minütige Vortrag sehr informativ gestaltet.
Durch den Besuch öffnete sich für uns eine neue Perspektive des
Studiums und der Ausbildung.
Bei weiteren Fragen zum Arbeitgeber Bundeswehr steht der Wehrdienstberater in Bayreuth zur Verfügung.
Simona Omidkar, Stephanie Röhn , Klasse 10 a