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Offizier im Sozialkundeunterricht Drucken
Geschrieben von Stefan Ernst  am  Sonntag, 26. Februar 2006
Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts der Klassen 10b/c bereicherten unsere Lehrerinnen Frau Hornig und Frau Krämer den Unterricht, indem sie am Dienstag, den 14. Februar 2006, Herrn Harald Vogel, Wehrdienstberatungsoffizier der Bundeswehr einluden.

Die Bundeswehr und ihre vielfältigen Aufgaben

Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts der Klassen 10b/c bereicherten unsere Lehrerinnen Frau Hornig und Frau Krämer den Unterricht, indem sie am Dienstag, den 14. Februar 2006, Herrn Harald Vogel, Wehrdienstberatungsoffizier der Bundeswehr einluden.

Eine ganze Doppelstunde beantwortete Herr Vogel unsere Fragen und erklärte uns viele Einzelheiten zu verschiedenen Gebieten. Vor allem die Mädchen interessierten sich für das Thema „Frauen in der Bundeswehr“.

Der 38–jährige, der jetzt schon 19 Jahre bei der Bundeswehr im Dienst ist, arbeitet zur Zeit in der Wehrdienstberatung Bayreuth, die in Schulen und der Agentur für Arbeit über die Möglichkeiten innerhalb der Bundeswehr informiert.

Herr Vogel erklärte, dass Frauen erst seit 1974 in der Bundeswehr vertreten sind. Damals waren sie aber nicht an der Waffe, sondern wegen Ärztemangel in der medizinischen Versorgung tätig. Erst seit 2000 sind Frauen, dank eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofes, dazu berechtigt, in allen Bereichen der Streitkräfte eingesetzt zu werden. Zusätzlich gibt es seit dem 1. Januar 2005 das Gleichstellungsgesetz, welches feste Quoten für Frauen vorschreibt, sodass sie bessere Chancen haben, in die Bundeswehr aufgenommen zu werden. Förderung wird hier sehr groß geschrieben.

Des Weiteren wurden Fragen zur Musterung, sportliche Voraussetzungen, Wehrdienstformen und Studium in der Bundeswehr beantwortet. Auch erfuhren wir, dass die Hauptaufgabe der Bundeswehr nicht die Landesverteidigung, sondern der Einsatz in Krisengebieten ist, um dort z.B. durch medizinische Unterstützung Hilfe zu leisten und Leben zu retten.

Laura Gerstner, Lisa Wolfrum (beide 10b)

 

 

Besuch der Klasse 10a

Am Donnerstag, den 16.02.2006 besuchte der Wehrdienstberatungsoffizier für Oberfranken, Oberleutnant Harald Vogel in Begleitung der Stabsunteroffizierin Katrin Richter uns, die Klasse 10a des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums. Eingeladen waren sie von unserer Sozialkundelehrerin Uta Hornig.


Nach der Begrüßung durch Direktor Dr. Herrmann stellte Harald Vogel sich zunächst persönlich vor und erläuterte seinen Werdegang, danach den Arbeitgeber Bundeswehr. An Beispielen zeigte er die Möglichkeiten einer erfolgreichen Laufbahn bei der Bundeswehr. Angefangen mit einem Grundwehrdienst arbeitete er sich in 19-jähriger Dienstzeit u.a. bis zum Wehrdienstberatungsoffizier hoch. Bei dem Vortrag wurde klar, dass die Bundeswehr nicht nur eine militärische Einrichtung ist, sondern auch zahlreiche Studiengänge wie z.B. Betriebswirtschaft oder Pädagogik anbietet. Die Grundvoraussetzung hierbei ist Abitur bzw. Fachabitur und die Verpflichtung für 12 Jahre. Die hiermit eingeschlagene Offizierslaufbahn kann aber erst durch einen erfolgreich bestandenen Einstellungstest erreicht werden. Der Unterschied zum zivilen Studium liegt darin, dass die Studienzeit, die in Trimester eingeteilt ist, verkürzt ist und die Bezahlung – ca. 1400 bis 1500 € netto - weiterhin erfolgt; auch die Kosten für Unterkunft und medizinische Betreuung werden vom Bund getragen. Das Studium ist an den beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg oder München möglich.
Auch bei der Bundeswehr ist die Gleichberechtigung natürlich selbstverständlich, so bekommen Männer und Frauen ohne Ausnahmen die gleiche Bezahlung – sie richtet sich allein nach Alter und Dienstgrad.
Obwohl es schon seit 1974 Frauen als Ärzte in der Bundeswehr gibt, sind sie erst seit 2001 in alle Berufssparten, sogar bis zum höchsten Rang des General, vertreten. So ist es auch normal geworden, dass Frauen bei der Marine und Luftwaffe aktiv tätig sind. Dass die Frau gleichermaßen Anerkennung beim Bund erwerben kann, hat uns Stabsunteroffizierin Katrin Richter an ihrer Person gezeigt. Sie macht derzeit eine Ausbildung zur KFZ-Mechatronikerin in der Laufbahn des Feldwebels.
Der Oberleutnant erklärte auch, dass der heutige Schwerpunkt in der internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung liegt. Somit wirkt die Bundeswehr weltweit.
Die Entscheidungen über das Handeln der Bundeswehr erfolgt in Friedenszeiten über den Verteidigungsminister aber in Kriegszeiten über die Bundeskanzlerin. Außerdem sind Truppen für die EU, sogenannte „Battlegroups“, für Auslandseinsätze vorgesehen.

Insgesamt war der 90minütige Vortrag sehr informativ gestaltet. Durch den Besuch öffnete sich für uns eine neue Perspektive des Studiums und der Ausbildung.
Bei weiteren Fragen zum Arbeitgeber Bundeswehr steht der Wehrdienstberater in Bayreuth zur Verfügung.

Simona Omidkar, Stephanie Röhn , Klasse 10 a


 
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